Schnelles Schneckenhaus
Ähnlich einem Schneckenhaus auf der Schnecke ist bei einem Wohnmobil das Ferienappartement direkt auf das Chassis des Basisfahrzeugs gebaut und kann auch nicht davon entfernt werden. Vor rund 20 Jahren traf die Bezeichnung Schneckenhaus auch auf die Geschwindigkeit der damaligen Wohnmobile zu. Alternativ wurden Modelle aus den 80ern von ihren Besitzern auch liebevoll als "Wanderdüne" bezeichnet, da sie sich ähnlich behäbig fortbewegten - insbesondere an langen Steigungen. Inzwischen sind diese Zeiten jedoch vorbei und moderne Turbodiesel-Motoren treiben jedes noch so große Wohnmobil zügig über die Alpen. Einzelne Sondermodelle durchstoßen bereits die 200 km/h Grenze. Nach Geschwindigkeitsrekorden steht jedoch den meisten Wohnmobilreisenden nicht der Sinn, und so sind Tempomaten heutzutage ein beliebtes Zubehör, um die Kraft des Motors auf die gewünschte oder vorgeschriebene Geschwindigkeit zu drosseln.
Im Jahr 2007 wurden in Deutschland erstmals mehr neue Wohnmobile zugelassen als neue Wohnwagen. Dieser Trend hielt trotz Finanzkrise an. Und das, obwohl Wohnmobile erheblich teurer in der Anschaffung sind als Wohnwagen. Der Durchschnittspreis für ein neues Wohnmobil liegt derzeit bei etwa 56.000 Euro. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 26.000 und 1,7 Millionen Euro. Die obere Preisgrenze wird in regelmäßigen Abständen mit Einzelmodellen durchbrochen. Am unteren Ende der Preisskala bemühen sich zahlreiche Hersteller um ein möglichst breites Angebot.